In Anbetracht der Situation haben wir gemeinsam mit Renate beschlossen den morgigen Stadtrundgang ausfallen zu lassen.
Stattdessen wäre es wichtig ein Zeichen zu setzen. Hierfür findet morgen eine Demonstration und Mahnwache ab 12 Uhr am Erwin-Piscator-Haus statt.
Mit Bedauern mussten wir auf der Januar-Sitzung des Student*innenparlamentes feststellen, dass wiederholt keine Mehrheiten für den Vorstand des Allgemeinen Student*innenausschuss (AStA) zustande gekommen sind. Auf den Sitzungen im Oktober, November und Dezember hatte sich bereits abgezeichnet, dass nicht genügend Kandidaturen für den zu wählenden AStA-Vorstand vorliegen, woraufhin die Wahlen immer wieder verschoben wurden.
Vor der Januar-Sitzung am 29.01.2020 hatte die Gerüchteküche bereits einige Tage lang gebrodelt. Eine mehrheitsfähige Koalition von CampusGrün (CG), Juso-Hochschulgruppe und Fachschaftspower (FSP) stand im Raum. Doch nur eine unabhängige Kandidatin, Laura Elmer, konnte auf der Sitzung die satzungsgemäße Mehrheit hinter sich vereinen. Wir begrüßen die Wahl von Laura, da sie aus unserer Sicht eine riesige Bereicherung für den AStA-Vorstand darstellt. Der Kandidat der FSP scheiterte.
Auch dieses Semester erwartet euch ein packendes Programm rund um aktuelle gesellschaftliche Themen. Merkt euch die Daten und kommt vorbei.
Am 05. Februar 2020 veranstaltet das Fachgebiet Religionswissenschaft und die Religionskundliche Sammlung einen Vortrag mit dem Titel „Politischer Islam. Stresstest für Deutschland“ in der Universitätsbibliothek Marburg. Referentin ist Prof. Dr. Susanne Schröter.
Heute Abend 18 Uhr im Trauma trifft sich das Bündnis Afföller retten um das weitere Vorgehen zu besprechen. Zwar sind die Verkaufspläne vorerst vom Tisch. Doch von der Forderung, dass das Gelände mit breiter Partizipation der Öffentlichkeit im Interesse aller entwickelt wird, will die Regierungskoalition aus CDU, SPD und BFM nichts wissen. Die zunächst einberufene Bürger*innenversammlung wurde abgesagt. Die Gefahr einer Privatisierung steht weiterhin im Raum. Entsprechend darf der Druck auf die Regierung nicht abnehmen!
Zur Veranstaltung auf facebook: https://www.facebook.com/events/598709684269332/.
Wie aus unserem Antrag im Student*innenparlament, den wir im November 2019 eingebracht und beschlossen haben, zu entnehmen ist, steht die verfasste Student*innenschaft hinter den Forderungen des Bündnisses Afföller retten.
https://sds-marburg.de/hopo/stupa/158-beteiligung-affoeller-retten.html
Von uns (SDS) eingebracht und mit einigen Änderungen vom 55. marburger Student*innenparlament auf der 2. Sitzung am 27.11.2019 mehrheitlich beschlossen.
Antrag
»Vor dem Hintergrund der erst jetzt bekannt gewordenen Finanzierung von Forschung am Fachbereich Physik durch das US-Verteidigungsministerium zwischen 2015 und 2017 fordert die Student*innenschaft der Philipps-Universität Marburg die Universität dazu auf:
- Unverzügliche Offenlegung aller Militärforschungs- und Dual-Use-Projekten und zukünftige maximale Transparenz von strittigen Forschungsprojekten!
- Die Einführung einer echten "Zivilklausel", die tatsächlich alle Universitätsmitglieder auf eine humane Ausrichtung ihrer Forschung verpflichtet!
Dazu sind zunächst folgende Schritte zu verfolgen:
a. Die Universität erhöht die Bekanntheit der Kommission "Forschung und Verantwortung". Vor allem Forscher*innen der Universität Marburg sollen einmal nach Beschluss und zukünftig bei Neueinstellung jeweils über die Existenz der Kommission, sowie der Funktion als anonyme Anlaufstelle aufgeklärt werden.
b. Die Universität richtet im Rahmen der Kommission eine unbefristete Vollzeitstelle ein, die sich gezielt diesen Aufgaben, sowie der Stichprobenkontrolle widmet.
c. Die Universität richtet auf der Ebene der Fachbereiche jeweils eine Kommission für Forschung und Verantwortung ein. Sie ist mit Personen zu besetzen, die einen Bezug zum Fachbereich haben. Die Zusammenstellung der Kommissionen orientiert sich an der Zusammenstellung der fortan als "Zentrale Kommission für Forschung und Verantwortung" zu betrachtenden Kommission für Forschung und Verantwortung.
d. Zukünftig müssen alle Forschungsprojekte vor der Aufnahme ihrer Arbeit offen legen, wie sie finanziert werden. Dabei ist auf potenzielle Firmengeflechte und den Schutz von Einzelpersonen und Institutionen zu achten und hinzuweisen.«
Zur Begründung des Antrags haben wir angeführt:
„Wie gelingt es, dass kein Mensch mehr an Hunger sterben muss und Solidarität und demokratische Teilhabe gesellschaftlich umfassend verwirklicht werden? Was sind Ursachen für Krieg und Gewalt und was Voraussetzungen für ein gleichberechtigtes, friedliches Zusammenleben? Wie kann die globale Aufrüstung gestoppt, wie zivile Konfliktlösung und das Völkerrecht gestärkt werden? Welche ökonomischen Interessen stehen einer nachhaltigen Entwicklung entgegen, wie können natürliche Ressourcen geschont und produktiv gemacht statt verschwendet werden? Die gesellschaftliche Beantwortung dieser Fragen duldet keinen Aufschub, die Wissenschaft spielt hierfür eine zentrale Rolle."
In diesem Sinne wurde auf Grund des jahrelangen Engagements von kritischen Hochschulmitgliedern 2014 eine sogenannte „Zivilklausel“ in Marburg beschlossen, welche aber offenkundig vollkommen unzureichend ist um Militärforschung auch tatsächlich zu verhindern, oder auch nur offenzulegen. Und doch bedeutet eine Zivilklausel die Bekräftigung der Hochschulen und ihrer Mitglieder, die Wissenschaft am Allgemeinwohl auszurichten. Sie bringt zudem die Verantwortung, zur Verwirklichung dieses Auftrags entsprechende Studien- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, miteinher.


In diesem Semester starten wir erstmalig mit einer Veranstaltungsreihe, die allen neu in Marburg zugezogenen Studis einen guten Einstieg in Marburg und ein kritisches Studium ermöglichen soll.
Folgende Veranstaltungen bieten wir an: