Wie jedes Jahr wurden auch 2017 die studentischen Gremien neu gewählt. Im Folgenden haben wir all jene politischen Anliegen, die uns nicht nur zu Zeiten des Wahlkampfes besonders am Herzen liegen, für Euch aufbereitet.

Her' mit Anregungen & Kritik!

Wenn auch Ihr Euch darin wiederfindet, freut uns das sehr! Für Anregungen und Kritik spitzen wir stets die Ohren. Gerne könnt ihr uns auch Kontaktieren oder bei unserem Plenum vorbeischauen.

Der SDS als linke, hochschulpolitisch aktive Gruppe

Der Marburger SDS ist eine marxistisch geprägte Hochschulgruppe, die unabhängig und basisdemokratisch organisiert ist. Wir setzen uns, insbesondere in Zusammenarbeit mit Interessierten und anderen demokratischen Gruppen, sowie im solidarisch-kritischen Verhältnis zur Partei DIE LINKE, für die Belange und Interessen der Studierenden wie Soziale Gerechtigkeit und eine bessere Bildung ein. Dabei versuchen wir eine emanzipatorische Politik auf Grundlage feministischer, marxistischer, antikapitalistischer, antirassistischer und herrschaftskritischer Positionen zu entwickeln. Das Engagement für eine Emanzipation von Minderheiten und benachteiligten Personengruppen sowie der Kampf gegen alte und neue Nazis ist uns dabei besonders wichtig.

Selbstbeschreibung des marburger SDS

Feminismus ist Alltag!

Wir verstehen uns als eine feministische Gruppe, die sich jedoch bewusst ist, dass gerade erst der Weg beschritten wurde, welcher dazu führt, sich ausführlich mit Geschlechtergerechtigkeit, -vielfalt u. Sexismus auseinander zu setzen. Dabei geht es uns um Sichtbarmachung und Bekämpfung dieser Diskriminierungsform. Und dies sowohl als gesellschaftliche Struktur, als auch als Phänomen in unseren politischen Kämpfen und in unserem Beisammensein als Gruppe.

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Kritische Wissenschaft – Die Praxis der Theorie

Der Ansatz – Werturteilsfreiheit als Garant für Objektivität - gilt sowohl für naturwissenschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Erkenntnisse. Die theoretische Zementierung der bestehenden politischen Verhältnisse ist in dieser rein deskriptiv ausgerichteten Wissenschaft vorprogrammiert.

Unsere Theorie u. Praxis hat dagegen Ziel haben „alle Verhältnisse umzuwerfen in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ [MEW 1, S. 385]

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Wider der studentischen Wohnungsnot!

Die Stadt und die Universität sehen mit Stolz, dass die Zahl der Studierenden stetig zunimmt. Das freut auch uns, denn jede*r hat ein Recht auf umfassende Bildung. Problematisch wird es, wenn Stadt, Land und Studentenwerk den sich ändernden Realitäten nicht gerecht werden und nicht ausreichend bezahlbaren und guten Wohnraum für alle Studierenden bereitstellen. Wer zu Anfang des Semesters schon in einer Notunterkunft übernachtet hat, kommt später entweder außerhalb des Stadtkerns oder in einem überteuerten Zimmer unter.

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Mobilität und Solidarität

Das Marburger Semesterticket mit seinem umfangreichen Gültigkeitsbereich inklusive IC-Nutzung und Fahrradverleihsystem gewährleistet allen Studierenden jederzeit Mobilität weit über die Grenzen Marburgs hinaus. Der SDS setzt sich dafür ein, dass das Semesterticket in seinem bisherigen, am Bedarf der, insbesondere finanziell schlecher gestellten, Studierenden ausgerichteten Umfang erhalten bleibt und hinsichtlich des Fahrradverleihsystems auch weiter ausgebaut wird.

Wir sehen im Semesterticket eine wichtige Errungenschaft, die nicht nur Allen zugute kommt, sondern darüber hinaus Anreize schafft, die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bus, Bahn und Fahrrad gegenüber dem Autoverkehr zu stärken. Wir sind der festen Überzeugung, dass Verkehr in der Zukunft in viel stärkem Maße auf diese verlagert werden muss. Und dies sowohl aus sozialen, als auch aus Umweltschutzgründen. Das Semesterticket liefert dabei in Mittelhessen einen viel größeren Beitrag zu dieser Politik als irgendein anderes Instument. So ist nicht nur die PKW-Nutzug unter Studierenden seit seiner Einführung am Anfang des Jahrhunderts um weit über 50 % zurückgegangen, sondern auch das Angebot des öffentlichen Verkehrs gestärkt worden. Auf diesem Weg lohnt es sich weiter zu gehen. Deswegen unterstützen wir auch den Plan zur Einführung einer Straßenbahn zwischen Innenstadt und Lahnbergen um somit die täglich ca. 20000 Pendlerfahrten in Zukunft zu vermeiden.

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Antifaschismus ist mehr als Theorie!

Antifaschismus war und ist immer eine Notwendigkeit. Doch gerade wenn Menschen, die vor Krieg, Leid und Armut fliehen selbst zum Problem gemacht und im gesellschaftlichen Konsens als „Krise“ gesehen werden, ist es auch unsere Aufgabe als Studierende, sich dem politischen Rechtsruck entgegenzustellen. Die, immer offen faschistoider auftretende, AfD zieht in die Parlamente ein. Währenddessen schieben CDU, SPD und Co. massenhaft Menschen ab, teilweise in den sicheren Tod. Im Jahr 2016 kam es zu über 900 Angriffen auf die Heime von Geflüchteten.

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Unsere Bündnisarbeit

Der SDS ist bundesweit an über 40 Hochschulen aktiv. Uns eint der Wille zu einer grundsätzlichen sozialen Umgestaltung von Uni und Gesellschaft.

Die Bündnisarbeit des Marburger SDS reicht vom Anti-Höcke-Bündnis bis zum Frauen*kampftagsbündnis u.v.m. Außerdem wirken wir am Kurdistan-Soli-Plenum mit und partizipieren landes- wie bundes- weit an Aktionen gegen Rechts. Des Weiteren beteiligen wir uns an Unterstützungsaktionen für Geflüchtete oder den Blockupy-Protesten – um nur Einige zu nennen.

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Für eine feministische Uni!

In der Gesellschaft, wie auch an unserer Uni sind Frauen* häufig mehr oder weniger sichtbaren Repressionen ausgesetzt: dazu gehören ökonomische Diskriminierung, unter die neben schlechterer Bezahlung bei gleicher Tätigkeit auch sogenannte "gläserne Decken" gehören. Im Alltag herrscht ein weit verbreiteter (Hetero-)Sexismus, sowie physische und psychische Gewaltausübung gegenüber Frauen* bis hin zu Körpernomierungen und Normierungen der Psyche. An der Uni drückt sich die patriachale Ordung vor allem in männlich dominierten formellen und informellen Hirachien aus. Je höher dotiert ein Posten, desto weniger Frauen!

Feminismus bedeutet für uns damit mehr als Quotendebatten, sondern auch den Abbau von Hirachien, die letztlich Männer und Frauen unterdrücken! Eine Uni und eine Gesellschaft in der derartige Formen der Gewaltausübung und maskuline Hierachien weiterleben ist falsch!

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